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THEORIE In jedem der Bilder von Sigrun Nenzel formieren sich konträre Kräfte, die mit meisterhafter Anstrengung in eine zerbrechliche Balance geführt werden. Dabei dauert es mitunter Wochen bis sich ein austariertes Gemälde herauskristallisiert. Immer wieder werden neue Flächen und Linien-Komplexe übereinander gelegt, ausgewaschen und erneuert, so lange bis die fragile Balance gegensätzlicher Pole erreicht ist. Dieses in der Schwebe gehaltene Spannungsfeld ist es, das der Betrachter meist als erstes spürt, wenn er ein Gemälde oder auch eine Graphik der Künstlerin auf sich wirken lässt. |
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